Archiv für Juni, 2007

aspidistra typica

eine weiteres highlight auf meinem blumenfenster: aspidistra typica, hier in der kulturform “old glory”. ihre blätter sind in der mitte von hellgrünen streifen durchzogen und am rand gesprenkelt. sie kann eine höhe von bis zu 40 cm erreichen. beheimatet ist sie ursprünglich in china, in der provinz sichuan, sowie in nordvietnam. das erste mal beschrieben wurde aspidistra typica gegen ende des 19. jahrhunderts, ihre kulturformen wurden zum teil erst mitte der 80er jahre entdeckt.

ihre blätter ragen nicht senkrecht nach oben, sondern in einem winkel von ca. 90 grad. dies liegt vermutlich daran, dass sie als typische bewohnerin des waldbodens versucht soviel licht wie möglich zu erhaschen.

ich pflege aspidistra typica wie meine anderen schusterpalmen, der standort ist hell aber ohne die direkte sonne, gegossen wird mässig aber niemals nass. schusterpalmen haben zwar den ruf, auch noch in der dunkelsten ecke zu gedeihen, was sie wohl auch tun, will man jedoch schöne und kräftige pflanzen, dann sollte der standort mindestens halbschattig sein.

von aspidistra typica existieren noch weitere kulturformen, wie z. b. a. typica ’stargazey’. bei ihr fehlen die die hellgrünen streifen in der blattmitte.

aspidistra typica “old glory”

aspidistra patentiloba

das einzige was mir derzeit zu aspidistra patentiloba sagen bekannt ist, sie stammt aus china und blüht in den monaten juni/juli. ihre blüten sitzen, wie bei vielen anderen aspidistras auch, direkt über dem boden. sie sind sternförmig und gelb. angeblich verträgt sie temperaturen von bis zu -12 grad, wenn man sie entsprechend schützt. pflegen werde ich sie wie meine anderen aspidistras, hell, keine direkte sonne, und mässig aber regelmässig giessen.

da ich das glück hatte zwei aspidistra patentiloba zu erwerben, werde ich eine davon outdoor platzieren. bin mal gespannt welche der beiden sich besser entwickelt.

aspidistra sp. “singapore sling”

zur welcher art diese kulturform gehört ist leider noch unbekannt, gehandelt wird sie als aspidistra sp. “singapore sling”. ihre blätter sind schmaler als die von aspidistra elatior und mit kleinen, weissen punkten überzogen. ihr ursprüngliches verbreitungsgebiet scheint in singapur, japan und thailand zu liegen. im wuchs und der blattform erinnert mich die “singapore sling” sehr stark an aspidistra caespitosa, neben der sie bei mir auch platziert ist. belegende nachweise hierfür konnte ich bis jetzt noch nicht finden.

pflege

da ich diese hübsche schusterpalme erst seit kurzem mein eigen nenne, kann ich zur pflege noch nichts sagen. angeblich verträgt sie für einige zeit temperaturen bis -5 grad, was ich aber nicht vorhabe auszutesten. so werde ich aspidistra sp. “singapore sling” erstmal die selben bedingungen schaffen wie für die elatior und dann wird man sehen …

aspidistra elatior “lennon’s song”

aspidistra elatior “lennon’s song” unterscheidet sich von der rein dunkgelgrünen elatior durch hellgrüne bis gelbliche streifen in der blattmitte. diese streifen sind bei einem blatt auch am unteren linken rand zu finden.

pflege

in sachen pflege gelten für aspidistra elatior “lennon’s song” die selben bedinungen wie bei aspidistra elatior. allerdings sollte auch sie, wie die “milky way” etwas heller stehen (keine direkte sonne), damit sie ihre blattzeichnung gut ausbilden kann.

aspidistra “milky way”

wie wenig die gattung aspidistra und ihre zuchtformen bis heute erforscht und katalogisiert sind, kann man an aspidistra elatior “milky way” erkennen. bei den meisten unter diesem namen angebotenen schusterpalmen handelt es sich um aspidistra lurida “ginga”. eine kulturform “milky way”, basierend auf aspidistra elatior, scheint überhaupt nicht zu existieren. dieses “märchen” fand sogar seinen weg in die literatur, denn in einem meiner zimmerpflanzenbücher ist eine aspidistra elatior “milky way” abgebildet, auf dem bild ist jedoch eindeutig a. lurida “ginga” zu erkennen.

die blattzeichnung der “echten” milky way enthält sowohl weisse punkte, ähnlich a. lurida “ginga”, als auch streifen wie z. b. bei a. elatior “variegata”. es handelt sich hierbei um eine aus japan stammende kulturform von a. lurida: aspidistra lurida “amanogawa”. amanogawa ist die japanische bezeichnung für milchstrasse (milky way), dem namensgeber dieser zuchtform.

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